Mieten in Gelsenkirchen: Wer ab 2026 mehr zahlt – und wer sogar spart
Zum 1. Januar 2026 tritt in Gelsenkirchen ein neuer Mietspiegel in Kraft. Er gilt bis zum 31. Dezember 2027 und basiert auf der Auswertung von Mietdaten aus den vergangenen sechs Jahren. Besonders betroffen sind sehr kleine Wohnungen bis 40 Quadratmeter – hier steigen die Quadratmeterpreise um rund 4,7 Prozent. Große Wohnungen über 100 Quadratmeter werden dagegen im Schnitt etwas günstiger.
Neuer Mietspiegel als Orientierung für Mieter und Vermieter
Die Stadt Gelsenkirchen hat zum 01.01.2026 einen neuen Mietspiegel beschlossen. Er wurde Ende 2025 einvernehmlich von Vertreter:innen der Mieter, privaten Vermieter, institutionellen Wohnungsunternehmen und der Stadt verabschiedet und gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027.
Grundlage sind Mietdaten aus einem Betrachtungszeitraum von sechs Jahren. Der Mietspiegel dient als Orientierungshilfe für nicht preisgebundene Mieten und berücksichtigt unter anderem Art, Größe, Baujahr, Ausstattung, Beschaffenheit sowie weitere wohnwertbeeinflussende Merkmale der Wohnung.
Wo die Mieten am stärksten steigen
Deutlich zeigt sich: Kleine Wohnungen und neuere Baujahre legen überdurchschnittlich zu.
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In der Baujahresklasse 1949 bis 1956 steigen die Mieten sehr kleiner Wohnungen (bis 40 m²) im Vergleich zum Mietspiegel 2024 um rund
+4,7 % – von 6,40 €/m² auf 6,70 €/m².
Beispielrechnung (eigene Berechnung):
Eine 35-m²-Wohnung aus dieser Baujahresklasse kostete bisher im Schnitt etwa:
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Alt: 6,40 €/m² × 35 m² = 224 € Monatsmiete
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Neu: 6,70 €/m² × 35 m² = 234,50 € ≈ 235 € Monatsmiete
Das entspricht einem Plus von rund 11 € pro Monat nur aufgrund des neuen Mietspiegels.
Zusätzlich weist die Stadt darauf hin, dass in der Baujahresklasse 1982 bis 1995 die Mieten in allen Wohnungsgrößen um etwa 4,4 Prozent gestiegen sind. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass neuere Baujahre und kleinere Wohnungen stärker zulegen als ältere und größere Objekte.
Wo Mieter sogar sparen können
Am oberen Ende der Größenskala können Mieter großer Wohnungen etwas aufatmen:
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Für Wohnungen mit über 100 m² sinkt die durchschnittliche Miete um rund
–2,7 % – von 5,65 €/m² auf 5,50 €/m².
Beispielrechnung:
Bei einer 110-m²-Wohnung ergibt sich im Mittel:
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Alt: 5,65 €/m² × 110 m² = 621,50 € monatlich
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Neu: 5,50 €/m² × 110 m² = 605,00 € monatlich
Das sind immerhin rund 16,50 € weniger pro Monat.
Was das für Mieter und Vermieter bedeutet
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Mieter kleiner Wohnungen müssen sich darauf einstellen, dass Vermieter sich bei Anpassungen künftig auf höhere Vergleichsmieten berufen können.
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Mieter großer Wohnungen haben hingegen eine bessere Argumentationsgrundlage, wenn Mieterhöhungen mit „Marktniveau“ begründet werden.
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Vermieter sollten genau prüfen, in welcher Baujahresklasse und Größenkategorie ihre Wohnungen liegen – die Unterschiede zwischen kleinen und großen Wohnungen sowie zwischen älteren und neueren Baujahren fallen im neuen Mietspiegel deutlich ins Gewicht.
Der neue Mietspiegel 2026 ist ab sofort auf der Webseite der Stadt Gelsenkirchen verfügbar. Hier geht es zur Webseite der Stadt >>>
Für Rückfragen steht die kommunale Bewertungsstelle unter den Telefonnummern (0209) 169-4283 und 169-4330 zur Verfügung.
Quelle: Stadt Gelsenkirchen, Pressemeldung „Mietspiegel in Gelsenkirchen zum 1. Januar 2026 beschlossen“, 23.12.2025.
Aktualisiert: 10.01.2026
Foto: ©r2h_photography


