Senioren-Wohngemeinschaft

Maria L.: „So habe ich meine Senioren-Wohngemeinschaft gefunden“

Als mein Mann vor einem Jahr starb, wurde mir klar, dass ich mich nicht mehr alleine um unser Haus kümmern kann. Und keines der Kinder wollte das große Einfamilienhaus übernehmen. Mir blieb nichts anderes übrig, als mir etwas altersgerechtes – für meinen Lebensabend – zu suchen. Damit ich nicht alleine bin, entschied ich mich für eine Senioren-Wohngemeinschaft. Doch eine passende WG zu finden, war nicht leicht. Da es mir gesundheitlich sehr gut geht und ich im Alltag keine fremde Hilfe brauche, kam ein Seniorenheim für mich nicht in Frage. Dennoch wollte ich nicht allein wohnen. Im Gespräch mit meinen Kindern Sylvia und Klaus kamen wir auf den Gedanken einer Wohngemeinschaft für Senioren. Sylvia machte sich anschließend nach den Möglichkeiten im Internet schlau.

Die eigene Wohngemeinschaft gründen?

Da ich mir aussuchen wollte, mit wem ich zusammenwohne, beabsichtigte ich zunächst, eine eigene WG zu gründen. Doch schnell wurde mir klar: der Aufwand ist einfach zu groß. Ich hätte nicht nur eine geeignete Mietwohnung finden müssen, sondern natürlich auch passende Mitbewohner. Außerdem war ich mir unsicher, wie groß die Wohnräume sein sollten. Denn je mehr Mitbewohner, desto mehr würden sich die gemeinsamen Kosten teilen.

In eine bestehende WG einziehen?

Eine eigene Wohngemeinschaft zu gründen, schloss ich also schnell wieder aus.  Deswegen entschieden meine Kinder und ich, eine bestehende Senioren-WG in einer Pflegeeinrichtung zu suchen. Das erschien mir auch perspektivisch eine gute Entscheidung zu sein. Denn wer weiß, vielleicht bin ich irgendwann doch nicht mehr so fit wie heute. Sylvia hat ein paar Einrichtungen in ihrer Nähe herausgesucht. Drei Wohngemeinschaften habe ich mir dann angesehen und die Mitbewohner kennengelernt. Eine gemischte Vierer-WG suchte eine vierte Mitbewohnerin. Die beiden anderen Wohngemeinschaften waren reine Frauen-WG´s. Zunächst war ich sehr skeptisch, weil ich allein in eine bestehende Senioren-Gruppe kam. Aber ich hatte mich eigentlich gleich mit allen gut verstanden. Sie erzählten mir von ihren Erfahrungen, schließlich waren sie ja auch mal in der Situation genau wie ich. In zwei der Wohnungen hätte ich letztendlich sofort einziehen können. Ich entschied mich dann aber für die gemischte Wohngemeinschaft. Inzwischen habe ich mich hier bestens eingelebt.

Was passiert mit dem eigenen Haus?

Da Sylvia und Klaus jeweils ihr eigenes Einfamilienhaus haben, wollte auch keiner von beiden in mein Haus einziehen. Deshalb beschlossen wir gemeinsam, das große Anwesen zu verkaufen. Da wir uns neben der WG-Suche nicht auch noch mit dem Hausverkauf beschäftigen wollten und konnten, haben wir den lokalen Qualitätsmakler Immobilien-Management Hundt in Gelsenkirchen-Buer mit dem Verkauf beauftragt. Das ging alles sehr zügig und reibungslos über die Bühne. Den erzielten Verkaufserlös habe ich zum Teil als Vorerbe an meine Kinder und Enkel ausgezahlt und einen Teil des Erlöses habe ich für schlechte Zeiten zurückgelegt. Man weiß ja nie, wann man das Geld benötigt.

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Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.


Rechtlicher Hinweis:
Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: ©Robert Kneschke